Einloggen

Blog

Aktuell
Kunst im Leerstand: Künstlergruppe „Farbwerke Oberursel“ verkaufen ihre Werke in der früheren Alten Apotheke

Kunst im Leerstand: Künstlergruppe „Farbwerke Oberursel“ verkaufen ihre Werke in der früheren Alten Apotheke

27.11. bis 31.12.2020

Ab Freitag, 27. November 2020, gibt es einen weiteren Pop Up Store in Oberursel! Die Künstlergruppe „Farbwerke Oberursel“ verkauft ab dann bis 31. Dezember 2020 an vier Wochentagen ihre Werke in der früheren „Alten Apotheke“, Vorstadt 37.

Nach der Zusammenlegung ihrer zwei Apotheken- Standorte in der Vorstadt an den ursprünglichen Standort der Columbus Apotheke hatte sich Inhaberin Miriam Oster dazu entschlossen, die zwar leeren, aber schönen Räume der früheren Alten Apotheke zu behalten. Sie wollte sich nicht davon trennen, hat dort außerdem noch immer Lagerräume und ihr persönliches Büro. Und sie entschied sich, die Räume der früheren Alten Apotheke zu Seminar- und Ausstellungsräumen umzufunktionieren unter dem Namen „Vorstadt37“.

„Gesundheit hat ja auch viel mit Wohlfühlen zu tun. Somit auch mit Bewegung und Kultur im weitesten Sinn. Und wo wäre dies besser angesiedelt, als mitten in der Stadt, in einem Haus mit Geschichte, der früheren Alten Apotheke?“, so Apothekerin Miriam Oster.

Seit zwei Jahren gab es in den Räumlichkeiten der früheren Alten Apotheke unter anderem sehr gut besuchte Lesungen, es wurden Yogakurse abge-halten und es tagten verschiedene Berufsgruppen wie z.B. Ärztinnen und Ärzte. Teilweise hat Miriam Oster hier selbst Veranstaltungen durchgeführt, aber es gab und gibt auch zahlreiche Untervermietungen. So entstand mitten im Herzen der Kernstadt ein Zentrum mit der Möglichkeit, auch für kurze Zeitspannen in wunderschönen Räumen zu tagen etc.

Mit dem neuen Projekt „Kunst im Leerstand“ möchte Oster in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberursel (Taunus) die Räume nun Künstlern zur Verfügung stellen, und so mitten in der Stadt nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der lokalen Kultur, sondern auch zur Belebung der Innenstadt beizutragen. In Folge ist geplant, dass hier verschiedene Künstlerinnen und Künstler ausstellen.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Unter dem Begriff ‚Kunst im Leerstand‘ inspirieren Oberurseler Kreative mit Pop Up Stores die Kundschaft zu einem Besuch der City. Wir haben so tolle, kreativ Schaffende am Ort und ich freue mich sehr, dass sie zusammen zeigen: Wir gestalten uns unser Umfeld originell selbst – jeder von uns, jeden Tag, mit jeder kleinen Entscheidung – aber gemeinsam wird es erst richtig interessant.“ 

Die Idee, ein kontinuierliches Programm „Kultur trifft Leerstand“ aufzulegen, kam von Antje Runge, die als Oberurseler Bürgerin und Kulturnetzwerkerin vor zwei Jahren mit etwa 20 Kulturschaffenden lokale Initiativen für ortsansässige Künstler angestoßen hat. Antje Runge: „In einem Pop-Up-Store können Künstler ihre Arbeiten präsentieren, mit den Bürgern ins Gespräch kommen, ihre künstlerischen Werke verkaufen und sich bekannt machen. Kunst und Kultur sind dabei aufwertende Faktoren für die Innenstadt.“ 

Ziel der Organisatoren der Oberurseler Pop Up Stores ist es, die City ins rechte Licht zu rücken und die Kundschaft für Lokales zu begeistern. Dabei kann sich ein Pop Up Store für die ausstellenden Künstler finanziell tragen, wenn Eigentümerinnen und Eigentümer dies entsprechend fördern und ihre Räume zu Sonderkonditionen zur Verfügung stellen.

2017 hatte die Wirtschaftsförderung während der Projektwoche ‚Oberursel im Dialog‘ bereits gute Erfahrungen mit einer ehrenamtlichen Organisatorin und einer externen Künstlergruppe gesammelt. 

Für den Pop Up Store in den früheren Räumen der Firma Alberti in der Strackgasse mit Tischwäsche, Kissenbezügen und kunstvoll gestalteten Karten von Petra Gräfin Luckner, der im September eröffnet wurde, hatte Citymanager Marcus Scholl den Kontakt zwischen Künstlerin und Eigentümer hergestellt.

Citymanager Marcus Scholl ist seit einiger Zeit mit hiesigen Künstlern zu Leerstands-Konzepten in Kontakt – hier darf man weiterhin gespannt sein. Vermarktet wird das temporäre Ereignis insbesondere viral über das Portal ‚Heimvorteil Oberursel‘ www.heimvorteil-oberursel.de.

Künstlergruppe „Farbwerke Oberursel“

Die “Farbwerke Oberursel“ bereichern seit 2016 die Kunstszene Oberursels. Seither hat das Ensemble aus im Kern vier Künstlerinnen und Künstlern mindestens einmal im Jahr eine Ausstellung bestritten. Gezeigt werden meist die neuesten Arbeiten, die durch eine Vielzahl künstlerischer Techniken auffallen, von der Malerei und Zeichnungen, Textilkunst, über Fotografien und Collagen bis zu Cyanotypien und grafische Arbeiten wie dem Linoldruck oder gar plastischen Werken.

Auch wenn die Beteiligten ihr jeweils ganz eigenes Ding verfolgen: allen gemeinsam ist das Arbeiten (Komponieren) mit kräftigen Farben. Und das hat der Gruppe ihren Namen gegeben.

Zu den FarbwerkerInnen zählen:

Inge Jourdan, geb. 1953, wohnt seit 40 Jahren in Oberursel. Ihr künstlerisches Werk umspannt viele Techniken. Aquarellmalerei und Collagen sind zwei davon, das Fotografieren eine weitere. Insbesondere beim Aquarellieren werden meist ganz spontan neue, ungewollte Effekte erzielt. Ihre schon früh entwickelte Neugierde am Ausprobieren und Experimentieren kommt ihr dabei sehr zugute. „Gerade diese Art, an das Aquarellieren heranzugehen, lässt mich kreativ werden“, so Inge Jourdan über ihre Kunst.

Dagmar Lichtblau, Sozialpädagogin, Jahrgang 1957, lebt seit knapp 60 Jahren in Oberursel. Zur Beschäftigung mit der Fotografie kam sie durch eine geerbte Kamera. Das Spiel mit Nähe und Ferne und Farben fasziniert sie und spiegelt sich in ihren Arbeiten wieder. Mehrere Fort- und Weiterbildungen im Bereich Kunst sowie Ausstellungen inspirieren sie, mit Stoffen und Farbe zu experimentieren. Ihre jüngsten Arbeiten nutzen die Technik der Cyanotypie (auch als „Eisenblaudruck“ bekannt, ein altes, fotografisches Edeldruckverfahren mit blauen Farbtönen).

Peter Zielatkiewicz, geboren in Frankfurt am Main 1952, gelernter Bauzeichner, hat das Malen als Hobby bereits in den siebziger Jahren entdeckt. Seither gab es viele Ausstellungen im Rhein-Main- Gebiet. Seine Bilder malt und zeichnet er in Öl, Aquarell, Tusche und mit Buntstiften. Seine Sujets umfassen viele Welten, vom Stillleben über nuanciert ausgetüftelte Fantasiewelten bis hin zu manchmal geradezu realistisch anmutenden Bildern aus dem Alltagsleben.

Bernhard Keßeler, geboren 1953 in Heidelberg, lebt seit 1998 in Oberursel. Seit 2010 widmet er sich dem Linolschnitt. Seither ist ein kleines Werk grafischer Arbeiten entstanden, intensiv mit wenigen Farben. Besonders von der Technik der verlorenen Platte fühlt er sich gefordert: eine Druckplatte wird nach jedem Druck weiterbearbeitet bis zum fertigen Bild. 

 

Öffnungszeiten von  „Kunst im Leerstand“, Vorstadt 37 (frühere Alte Apotheke)

Mittwoch 12.00 bis 18.00 Uhr  

Donnerstag 14.00 bis 19.00 Uhr

Freitag 14.00 bis 19.00 Uhr

Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr

 

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

Related Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Translate »
Consent Management mit Real Cookie Banner